BMBF-Forschungsprojekt Wiederverwendung von Möbeln als Beispiel der regionalen Kreislaufwirtschaft
Zielsetzung
Ein Projekt, in dem interdisziplinär geforscht wird
- Chemie
- Verfahrenstechnik
- Wirtschaftswissenschaft (Marketing)
- Raumplanung (Konsumforschung)
- Logistik
- Soziologie
- Tischler-, Polster- und Glaserhandwerk
- Künstler, Restaurateure, Möbelhandel
"ecomoebel" bietet ein innovatives Produkt- und Dienstleistungsangebot zur nachhaltigen Aufarbeitung und Vermarktung gebrauchter Möbel. Individuelle Second-Hand-Möbel finden Sie in unserem Online-Katalog (www.ecomoebel.de) in den Rubriken Design, Antik, Kids und Basics. Über unser regionales ecomoebel-Netzwerk, bestehend aus Entsorgern, Handwerkern, Händlern und Künstlern bieten wir Ihnen flexible Lösungen rund um das Thema Möbel.
Vorgehensweise
Aus dem Altmöbelangebot werden qualitativ hochwertige Holzmöbel ausgewählt, auf Schadstoffe geprüft und individuell umgestaltet - selbstverständlich mit umweltfreundlichen Materialien. Unser Ziel ist, ökologische und ökonomische Ideen zu verbinden. Möbel sind materialintensive Konsumgüter, deren durchschnittliche Lebensdauer immer kleiner wird und deren Anteil an der Abfallmenge aus Privathaushalten stetig wächst.
- Wir agieren regional in enger Kooperation mit der Kommune und dem Agendabüro.
- Wir reduzieren das Abfallvolumen und vermindern die Entsorgungskosten.
- Wir schaffen eine Marke und sensibilisieren die Kunden für gebrauchte Güter (Qualität, Design...)
- Wir entwickeln Alleinstellungsmerkmale, die dem Partner neue Kunden bringen (z.B. ist jedes ecomoebel schadstoffgeprüft und schadstoffarm). Wir machen qualitativ hochwertige Produkte zu niedrigen Preisen einer wachsenden Zahl kapitalschwacher Menschen zugänglich. Wir schaffen neue Kooperationen zwischen bisher unabhängig voneinander agierenden Unternehmen (Entsorgern, Tischlern, karitativen Einrichtungen, Künstlern...)
- Wir entwickeln unabhängige Empfehlungen (z.B. schadstoffarme Aufarbeitungsprodukte).
- Wir nutzen moderne und traditionelle Kommunikationswege.
Am interdisziplinär angelegten Forschungsvorhaben arbeiten viele Partner mit:
Technische Universität Dortmund, Fakultät Raumplanung/Abt. Gewerbeplanung; Technische Universität Dortmund, LS Marketing; Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Dortmund; KVA Kreislauf- und Verwertungsagentur, Berlin; VTI Thüringer Verfahrenstechnisches Institut für Umwelt und Energie, Saalfeld; CJD, Christliches Jugenddorf e.V., Dortmund; EDG, Entsorgung Dortmund GmbH, Dortmund; Werkhof Hagen mit Möbel & mehr in Hagen und Iserlohn, Hattinger Arbeit und Zukunft (HAZ)

Abbildung 26: FLUXOMAT -- ein Gerät zur Bestimmung der Formaldehydbelastung in Holzwerkstoffen.
Ergebnisse
Die ecomoebel-Idee wird vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) im Rahmen des Schwerpunktprogrammes Nachhaltiges Wirtschaften gefördert. Damit unterstützt das BMBF ein zentrales Forschungsvorhaben, das den Kreislaufgedanken stärkt, qualifizierte Arbeitsplätze schafft und unsere Umwelt entlastet. Die ecomoebel-Idee hat bisher in elf Städten und Regionen in Deutschland Partner gefunden, die dort gebrauchte Möbel annehmen und aufarbeiten. Für zahlreiche andere europäische Metropolen und Zentren hat das Projekt Pilotcharakter.
Jedes ecomoebel ist schadstoffgeprüft, d.h. der Kaufinteressent bekommt die Gewissheit, dass das ecomoebel schwermetall- und formaldehydarm ist und nur mit ökologisch verträglichen Produkten aufgearbeitet wurde. Zur Prüfung auf mögliche Formaldehydbelastungen nutzt ecomoebel bei jedem Möbelstück ein spezielles Testgerät (Abb.27).

Abbildung 27: Nirgendwo steht, dass Kommoden immer gewachst, geölt oder lackiert sein müssen -- ecomoebel scheut sich nicht, ihnen ein elegantes Outfit zu verpassen
Förderung
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Veröffentlichungen
-
Baumann, W.; Faltz, L. (2006):
"Netzwerk ecomoebel - gute Beispiele nachhaltiger Entwicklung", Agentur für Nachhaltigkeit, Agenda Transfer, Bonn
Stadtgespräche, Magazin für lokale Nachhaltigkeit, Nr. 6/Januar 2006 .
Weitere Informationen...
-
Baumann, W.; Faltz, L. (2005):
"Wiederverwerten statt Wegwerfen - Alles 'eco-logisch'
Dortmunder Forschungsprojekt gibt Möbeln eine zweite Chance"
Westfalenspiegel, 1-2005, 24.
Poster
-
Baumann, W.; Faltz, L. (2005):
"2. ecoDesign-Wettbewerb, Ausstellung vom 5.-18. März 2005 in der Berswordt-Halle Dortmund", ecomoebel prämiert im 2. Schüler-Wettbewerb zum Möbeldesign.
-
Baumann, W.; Faltz, L. (2005):
"ecomoebel - Wiederverwendung von Möbeln", BMBF-Förderschwerpunkt Möglichkeiten und Grenzen neuer Nutzungsstrategien
Abschlussveranstaltung 7. und 8.11.2005, Berlin, Harnack-Haus .
Weitere Informationen...
-
Baumann, W.; Faltz, L. (2005):
"RE-ART ON
Kunst und Design im Kontext von Abfall und Recycling", Ausstellung vom 4.11.05 bis 4.2.06 im Umweltbundesamt Dessau:
Präsentation von ecomoebel und anderer Re-Art.
Weitere Informationen...
-
Baumann, W.; Faltz, L. (2005):
"RE-ART ON - Kunst und Design im Kontext von Abfall und Recycling", Ausstellung vom 9.11.05 bis 4.2.06 im Umweltbundesamt Berlin:
Präsentation von ecomoebel und anderer Re-Art.
Weitere Informationen...
-
Baumann, W.; Faltz, L. (2005):
"ecomoebel - Netzwerk für Möbelrecycling", Forschung für innovative und nachhaltige Wassertechnologien
- BMBF-Stand und Workshops auf der IFAT 2005,
Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe, Bereich Wassertechnologie und Entsorgung (PTKA-WTE
48 - 49.
Weitere Informationen...
Vorträge:
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Baumann, W. (2005):
"ecomoebel - Beispiel einer nachhaltigen Produktentwicklung", Abschlussveranstaltung des BMBF-Forschungsschwerpunktes \'Möglichkeiten und Grenzen neuer Nutzungsstrategien\' - Regionale Ansätze
07. -08. November 2005, Berlin .
Weitere Informationen...